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„Die Jugend liebt heute den Luxus, sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor älteren Leuten und plaudert, wo sie arbeiten sollte. Sie verschlingt die Speisen, legt die Beine übereinander und tyrannisiert die Eltern.“ (Sokrates, gr. Philosoph, 470-399 v. Chr.)
Es scheint so, als hätte schon Sokrates seine liebe Not mit der Jugend gehabt. Dabei ist er doch der Philosoph, der gerne und häufig mit den Jugendlichen gesprochen hat und sie dazu brachte, die Welt mit den eigenen Augen zu sehen. Ich erlebe diese Widersprüche auch im Deutschunterricht. Einerseits können Kinder und Jugendliche sehr schwierig sein, weil sie ihren Kopf durchsetzen wollen und sich nicht an Regeln halten. Andererseits mag ich sie auch gerade deswegen. Sie hinterfragen Regeln, wollen das Neue, müssen ihren Willen durchsetzen und gerade in der Pubertät zahllose Kämpfe mit sich selbst austragen. Als Lehrer fühle ich mich dabei oft an ein Fußballspiel erinnert. Man ist der Trainer, der dem Spieler bei seiner Entwicklung hilft. Man ist der Fan, der ihn anfeuert. Und man ist auch der Schiedsrichter, der rote Karten austeilt. All diese Rollen nehme ich gerne ein und stelle mich damit den Schwierigkeiten und Herausforderungen des Schulalltags. Große Hilfen sind mir dabei: - eine moderne Ausbildung in kooperativen Lernmethoden - Berufspraxis in „Deutsch als Zweitsprache“ - die mehrjährige Tätigkeit in berufsvorbereitenden Lehrgängen und nicht zuletzt - meine freundliche aber zugleich bestimmte Art, den Unterricht zu gestalten und Leistung einzufordern.
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